Baukultur

Unsere gebaute Umwelt

Ein sperriges Wort, aber tatsächlich begegnest du der Baukultur tagtäglich. Die Summe aller Bauwerke in unserem Land und wie wir damit umgehen, sie pflegen, verändern oder ganz neu gestalten, nennt sich Baukultur. Das meint sowohl neue, als auch alte Bauten.

Fachleute schätzen, dass es in Deutschland rund 1,3 Millionen Kulturdenkmäler gibt: von Einzeldenkmälern bis zu ganzen historischen Stadtkernen. Bauten der Vergangenheit also, die so besonders sind, dass es von großer Wichtigkeit ist, sie zu erhalten. Diese Besonderheit kann sich unterschiedlich darstellen – manche Gebäude oder auch Stadtviertel sind einfach von einzigartiger Schönheit, manche sind in einem sehr selten gewordenen Baustil errichtet, bei manchen kamen heute nicht mehr verwendete Techniken oder Materialien zur Anwendung.

Eine Steinbrücke mit Rundbögen führt über einen Fluss zu einer Stadt.

Der Blick in die gebaute Vergangenheit unseres Landes ist aber ungemein wichtig: Über sie erst lässt sich der Unterschied und die Entwicklung zum heutigen Bauen verstehen. Gebäude der Vergangenheit lassen die Geschichte eines Landes lebendig werden. Sie sind für die Menschen steinerne Zeugnisse für die eigene Vergangenheit und erinnern daran, wie lange sich Menschen schon um die Gestaltung ihrer Welt Gedanken machen. Und viele dieser Bauwerke sind trotz ihres teilweise hohen Alters von einer Schönheit, der die Zeit nichts anhaben kann.

Ein Drittel der deutschen Kulturdenkmäler gilt jedoch mittlerweile als gefährdet oder dringend sanierungsbedürftig. Es ist Aufgabe von Bundesregierung, Bundesländer und Gemeinden hier zu handeln und dieses kulturelle Erbe zu erhalten.

Der Begriff Baukultur beschreibt einerseits die Errichtung der sogenannten "gebauten Umwelt" und andererseits, wie damit umgangen wird. Konkret umfasst der Begriff das Planen, Bauen, Umbauen und Instandhalten aller Arten von Bauten. Also bezieht sich die Baukultur gar nicht nur auf die Architektur selbst, sondern auch auf damit verbundene Bereiche wie die Planung von Städten und Regionen, den Denkmalschutz, die Landschaftsarchitektur oder auch Ingenieurbauleistungen. Zur Baukultur gehört schließlich auch die Kunst am Bau, also das Mitwirken von Künstlerinnen und Künstler an Baumaßnahmen des Bundes.

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