Problem Plastiktüten

  • 5,7 Milliarden Plastiktüten pro Jahr in ganz Deutschland sind zu viel

Plastiktüten sparen hilft der Umwelt

Wo warst du das letzte Mal einkaufen - im Supermarkt, im Shoppingcenter oder auf dem Wochenmarkt? Kaufst du dann an der Kasse eine Tüte aus Plastik? In vielen Geschäften bekommst du Plastiktüten sogar geschenkt – warum sollte man sie dann ablehnen? Ist doch mega-praktisch, wenn in deinem Rucksack kein Platz mehr ist oder du Deinen Stoffbeutel gerade nicht zur Hand hast, oder?! 30.000 Plastiktüten gehen pro Stunde über den Ladentisch, allein in Berlin. Das macht insgesamt 5,7 Milliarden Tüten pro Jahr in ganz Deutschland.

Plastiktüten werden meist nur einmal kurz gebraucht. Danach werden sie zu Abfall. Wer auf Plastiktüten verzichtet, schont Rohstoffe und schützt die Umwelt. In vielen Teilen der Welt sind Plastiktüten ein großes Umweltproblem. Tüten, die einfach in der Landschaft liegen gelassen werden, tragen zur Vermüllung der Meere bei. 

Was macht die EU?

Die EU will, dass in den nächsten Jahren weniger Plastiktüten verbraucht werden. Gemeinsam einigten sich die Staaten der EU und das Europäische Parlament darauf, dass bis 2019 jeder EU-Bürger durchschnittlich nur noch höchstens 90 Plastiktüten verbrauchen soll. Eine Möglichkeit ist, dass Kunden für die Plastiktüten bezahlen müssen. Manche Länder halten das schon so. Leuchtet ein, oder? Eine kostenlose Tüte gibt der Verkäufer dir viel schneller mit und nimmst du auch dankend an. Kostet sie etwas, sieht das schon anders aus. Und je höher man den Preis ansetzt, desto mehr Kunden überlegen, ob sie die Tüte wirklich brauchen. Jedes Land kann natürlich noch andere Ideen entwickeln, um den Verbrauch der Plastiktüten zu verringern. Fällt dir noch etwas ein, was man unternehmen könnte?

Was macht Deutschland?

In Deutschland ist der Verbrauch der Plastiktüten nicht so hoch wie in vielen anderen Ländern. Zurzeit verbraucht jeder Europäer im Durchschnitt 198 Plastiktüten pro Jahr, in Deutschland sind es dagegen 71.Das muss aber noch weniger werden. Denn 5,7 Milliarden Plastiktüten sind noch immer zu viel. In den meisten Supermärkten musst du für deine Tragetaschen bezahlen, was ja ein guter Anfang ist, um nicht zu viele Tüten zu verbrauchen. Dennoch gibt es jede Menge kostenlose Tüten und Tütchen. Die Bundesregierung will mit denen, die Plastiktüten herstellen und verteilen reden, um herauszufinden, wie man die Menge an Plastiktüten noch verringern kann. Wenn in Zukunft noch mehr Plastiktüten bezahlt werden müssen, würde das den Verbrauch noch weiter verringern. 

Das kannst Du tun!

Unsere Bundesministerin Barbara Hendricks empfiehlt, "Rucksack, Einkaufskorb oder wiederverwendbare Tragetaschen" zu benutzen, statt Einwegtüten zu kaufen oder sich schenken zu lassen. Du kannst hier mit gutem Beispiel vorangehen – es beeindruckt gewiss manchen Erwachsenen, wenn du an der Kasse die kostenlose Tüte mit einem “Nö, bloß nicht noch mehr Müll!“ dankend ablehnst. Und vor deinen Freunden stehst du auch gut da. Denn über die Umwelt nachzudenken, kann man nicht uncool finden. Willst du dich noch mehr engagieren? Dann kannst du dich zum Beispiel den TRASHBUSTERS anschließen: www.trashbusters.de. Sie organisieren Aktionswochen zum gemeinsamen Tütensammeln, einen Wettbewerb für Schulklassen oder Vereine und bieten tolle Stoffbeutel mit coolen Motiven.

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