Abfallverwertung

  • Wiederverwertung spart Ressourcen
    aus 16 PET-Flaschen wird 1 Fleece-Pullover

Was wird verwertet?

Wie der Name schon sagt: Verwerten kann man alles, was einen Wert hat. Du meinst, Abfall hat keinen Wert? Irrtum! In jedem Stück Abfall stecken Rohstoffe, die irgendwann einmal der Natur entnommen wurden, um es herzustellen. Und die haben nicht nur einen natürlichen Wert, sondern auch einen Wert, den man in Geld ausdrücken kann. In einem Blatt Papier, das du wegwirfst, stecken beispielsweise Holzfasern und Wasser. Wenn das Blatt Papier einfach verbrannt wird oder auf der Mülldeponie landet, sind diese Stoffe verloren. Wenn es hingegen verwertet wird, können sie zurück gewonnen und erneut genutzt werden. Dann können neue Produkte daraus hergestellt werden. Zum Beispiel neues Papier. Das nennt man dann Recycling-Papier.

Alte Waschmaschinen aufeinander gestapelt und nebeneinander.

Recycling ist ein englisches Wort und heißt nichts anderes als "zurück in den Kreislauf bringen". Die Rohstoffe aus dem Blatt Papier gelangen also durch Verwertung zurück in den Kreislauf der Wirtschaft. Durch Recycling brauchen deutsche Unternehmen viele Rohstoffe nicht in anderen Ländern einzukaufen. Auf diese Weise spart die deutsche Wirtschaft jedes Jahr fast vier Milliarden Euro.

Am Anfang wurden nur Papier, Glas, Metalle und Textilien verwertet. Inzwischen sind zahlreiche Wertstoffe hinzugekommen: Altautos, Elektro- und Elektronikaltgeräte, Batterien, Altholz, Gewerbeabfälle, Biomüll, Bau- und Abbruchabfälle sowie Verpackungen. Wusstest du, dass man aus alten Joghurtbechern beispielsweise Blumenkästen herstellen kann? Selbst Hausmüll aus der grauen Tonne wird inzwischen verwertet. Er gehört zum sogenannten Siedlungsabfall.

Wie viel Abfall wird genutzt?

Deutschland ist in Europa Spitzenreiter bei der Abfallverwertung. Nahezu drei Viertel aller Abfälle, die in deutschen Gemeinden entstehen, wird verwertet. Dazu gehört allerdings nicht nur der Abfall, der bei dir zu Hause entsteht, sondern beispielsweise auch der aus Handwerksbetrieben. Auch der Abfall, der beim Bau oder Abbruch von Häusern anfällt, gehört dazu. Wie viel davon jeweils verwertet wird? Etwa drei von vier Mülltüten, die im Müllcontainer landen, gehen in Deutschland jedes Jahr in die Verwertung. Insgesamt sind es rund 40 Millionen Tonnen Siedlungsabfall. Dazu kommt etwa genauso viel Abfall aus Produktion und Gewerbe. Aus Bau- und Abbruchabfällen gelangt sogar mehr als viermal soviel in die Verwertung. Auf alle Einwohner umgerechnet bedeutet das: Deutschland verwertet jedes Jahr pro Kopf etwa vier Tonnen Abfall. Das ist beinahe so viel, wie drei Kleinwagen wiegen.

Abfallaufkommen

Die fünf Stufen der Abfallpyramide

Umweltnutzen der Abfallverwertung

Abfall