Insekt des Jahres

  • Keine Tiergruppe ist artenreicher

Gottesanbeterin – eine scheinheilige Jägerin

Die Gottesanbeterin verdankt ihren Namen ihrer eigentümlichen Körperhaltung. Ihre Fangarme hält sie wie zum Gebet vor sich. Gewöhnlich ist sie grün oder braun, um sich als Blatt oder auch als Ast tarnen zu können. Sie hat nur ein Ohr und kann daher Geräusche nur schwer orten. Dafür kann sie sehr gut sehen und ihren Kopf sogar um 180 Grad drehen.

Die Gottesanbeterin ist eine geduldige Jägerin. Oft wartet sie stundenlang in einer Position darauf, dass ein Beutetier vorbeikommt. Auf ihrem Speiseplan stehen neben Insekten auch Mäuse und Frösche. Manchmal sogar andere Gottesanbeterinnen.

Die Gottesanbeterin wurde von der Senckenberg-Forschungsgesellschaft zum Insekt des Jahres 2017 gewählt, um auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam zu machen. Sie bevorzugt nämlich warme Lebensräume. Durch die steigenden Temperaturen auf der Erde konnte sie sich in den letzten Jahren immer weiter ausbreiten.