Radioaktive Strahlung

  • Schädliche Strahlen für Mensch und Natur

Weißt Du, was radioaktive Stoffe sind und wie sie wirken?

Atomkraftwerke benötigen radioaktive Stoffe, um Energie zu erzeugen. Es gibt natürliche und künstliche radioaktive Stoffe. Natürliche radioaktive Stoffe kommen in der Natur vor. Eigentlich sind sie überall – allerdings in unterschiedlicher Menge. Als künstlich werden radioaktive Stoffe bezeichnet, die der Mensch selbst herstellt oder die im Atomkraftwerk durch die Kernspaltung entstehen. Zum Beispiel benötigt man für manche medizinische Anwendungen Radioaktivität. 

Natürliche radioaktive Stoffe kommen zum Beispiel im Erdboden vor. Uran heißt zum Beispiel eine Metallart, die radioaktiv ist. Radon ist ein radioaktives Edelgas, das beim radioaktiven Zerfall von Uran entsteht. Uran benötigt man zum Beispiel, um in einem Atomkraftwerk Energie herzustellen. Das Problem? Radioaktive Stoffe enthalten bestimmte Arten von Atomen. Deren Atomkerne können zerfallen. Dabei wird Energie freigesetzt. Und diese wird als ionisierende Strahlung abgegeben. Anders als bei einem Röntgengerät kann man den Zerfall und die dabei entstehende Strahlung nicht abschalten. Das bedeutet: Gelangen radioaktive Stoffe über die Nahrung oder die Atemluft in unseren Körper, zerfallen sie dort und geben ionisierende Strahlung ab. Diese wirkt auf Organe, Knochen und Muskeln. Je nach Stärke kann sie dabei Krankheiten wie Krebs verursachen.

Wer schützt die Menschen vor Strahlen?

Menschen sollen vor den schädlichen Wirkungen von Strahlen geschützt werden. Hauptproblem sind die ionisierenden Strahlen. Also die Strahlen, die durch ihre Energie Atome aufladen. 

In Deutschland regelt das Atomgesetz die Nutzung der Atomenergie zu friedlichen Zwecken. Wie hoch die Belastung durch Strahlen für normale Bürgerinnen und Bürger und für Angestellte in Atomkraftwerken sein darf, legt die Strahlenschutzverordnung fest.

Das Strahlenschutzvorsorgegesetz verlangt, die Radioaktivität in der Umwelt zu überwachen. Dafür ermitteln 1800 Messstationen Tag und Nacht, wie hoch die Strahlung ist und wie hoch der Anteil radioaktiver Stoffe in der Umwelt ist. 

Auch Lebensmittel, Tierfutter und Trinkwasser werden auf Radioaktivität überwacht. So lassen sich schon kleinste Veränderungen erkennen. Dies macht es möglich, frühzeitig Abhilfe zu ergreifen, um Mensch und Umwelt zu schützen. 

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Atome sind die kleinsten Grundbausteine der Materie und bestehen aus einem Atomkern und einer Atomhülle. Der Atomkern ist dabei noch sehr viel kleiner als das Atom selbst und besteht aus weiteren Bausteinen: Protonen und Neutronen. Durch die Spaltung der Atomkerne wird in Kernkraftwerken Energie gewonnen. Hierzu werden meistens die Atomkerne des Elements Uran benutzt.

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