Wer oder was verursacht den Klimawandel?

  • Zu viel Kohlendioxid-Ausstoß
    Entwaldung schädigt das Klima

Es ist der Mensch

Hauptverursacher des Klimawandels sind die Menschen, vor allem in den Industriestaaten. Fabriken, Autos, Flugzeuge, die Beleuchtung der Häuser und Städte – all das braucht Energie in Form von Strom, Gas oder Benzin. Und wo Strom aus Kohle erzeugt oder Benzin und Gas verbrannt werden, entsteht das Treibhausgas Kohlendioxid. Das wird in die Atmosphäre freigesetzt. Diesen Vorgang nennt man Emission.

Der große Energieverbrauch weltweit ist Hauptursache des Kohlendioxid-Ausstoßes. Nicht alle Industriestaaten verursachen gleich viel Kohlendioxid pro Einwohner, aber viele Industriestaaten bemühen sich, ihre Emissionen zu reduzieren. Deutschland setzt sich für den Klimaschutz ein. Es hat wie viele andere Länder das internationale Abkommen von Paris unterzeichnet und sich damit verpflichtet, gegen die weitere Erderwärmung vorzugehen. Im Durchschnitt verursacht jede Bürgerin und jeder Bürger in Deutschland einen jährlichen Ausstoß an Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen von rund 9,6 Tonnen. Das ist fast doppelt so hoch wie der internationale Durchschnitt von 4,9 Tonnen pro Kopf. In den USA sind es etwa 16 Tonnen pro Kopf.

Problem fürs Klima: Wenn kleine Staaten groß werden

In vielen Ländern ist die Industrie noch nicht so weit entwickelt wie die der reichen Industriestaaten. Diese Schwellenländer sind erst auf dem Weg, Industriestaaten zu werden. Dort werden pro Einwohner bisher auch weniger Treibhausgase freigesetzt. Indien und China gehören zu den Schwellenländern. Im Durchschnitt verursacht jede Bürgerin und jeder Bürger in Indien einen jährlichen Ausstoß an Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen von weniger als 2 Tonnen und in China von 7,6 Tonnen.

Die Situation in China ist beispielhaft für viele Schwellenländer: Obwohl der Ausstoß pro Kopf noch unter demjenigen in den meisten Industrieländern liegt, sind die Emissionen von China insgesamt bereits sehr hoch. Denn in China leben fast 1,4 Milliarden Menschen. Dadurch werden dort jährlich über 12 Milliarden Tonnen an Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen ausgestoßen – das ist fast ein Viertel der gesamten Treibhausgas-Emissionen weltweit!

Umso wichtiger ist es, dass nicht nur die Industrieländer, sondern auch die Schwellenländer, ihre Wirtschaft so umstellen, dass sie Treibhausgasemissionen vermindern oder gar nicht erst frei setzen. Das Bundesumweltministerium unterstützt Maßnahmen zum Klimaschutz in Entwicklungs- und Schwellenländern und fördert dort zum Beispiel den Bau von modernen Solarkraftwerken.

Die Wälder helfen uns

Ein Arbeiter sägt mit einer Motorsäge einen Baum ab.

Auch das Abholzen von Waldflächen ganz besonders für neue landwirtschaftliche Flächen trägt zum Klimawandel bei. Über die Blätter kann jeder einzelne Baum das klimaschädliche Gas Kohlendioxid aufnehmen und als Kohlenstoff für lange Zeit in seinem Holzstamm, seinen Ästen und Wurzeln speichern und somit der Atmosphäre für einen langen Zeitraum entziehen. Wälder sind also – mit den Meeren und Böden – unsere riesigen „grünen“ Kohlendioxid-Speicher und deshalb sehr wichtig für das Klima auf unserem Planeten. Wenn sie verschwinden, verbleibt mehr gefährliches Treibhausgas in der Atmosphäre. Und lässt es auf der Erde wärmer und wärmer werden.

Doch warum werden riesige Waldflächen gerodet? In erster Linie müssen die Wälder großen Agrarfabriken besonders für Soja, Palmöl aber auch Viehzucht weichen. Auch das Holz, vor allem aus tropischen Regionen, wird oft im Raubbau aus den Wäldern geplündert. Damit verdienen einige wenige Menschen sehr viel Geld. Auch mit den abgeholzten Flächen, die außer als Agrarland auch als Bauland oder für Plantagen genutzt werden. Menschen, die Wälder abholzen, haben ihren kurzfristigen Geldgewinn im Blick, aber nicht die schlimmen Folgen für das Klima und damit auch für jeden Menschen auf unserem Planeten.

Aber auch jeder einzelne Mensch kann etwas im Alltag zum Klimaschutz beitragen.
"Das kannst Du tun"

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