Der Klimawandel

Hausgemachtes Problem

Der Begriff Klimawandel beschreibt zunächst einmal nur die über einen gewissen Zeitraum anhaltende Veränderung des Klimas. Im Laufe der Erdentwicklung hat sich das Klima immer wieder gewandelt, mal geringfügig, mal stärker. Der Klimawandel ist also eigentlich ganz normal. Das Besondere am derzeitigen Klimawandel jedoch ist sein Ausmaß – und dass er nicht allein natürliche Ursachen hat, sondern vor allem vom Menschen verursacht ist. Der Ausstoß von Treibhausgasen, die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, die zunehmende Verstädterung sowie Änderungen der Landnutzung haben der Erde so stark zugesetzt, dass sich das Klima rasant und ausgesprochen stark verändert. Das lässt sich nicht mehr aufhalten, nur noch in seinem Ausmaß begrenzen.

Worin besteht die Gefahr?

Gefahren bestehen zum Beispiel in Überschwemmungen und Dürren. Denn durch den Klimawandel werden Luft und Wasser wärmer, es regnet zum Beispiel an einigen Orten viel mehr, an anderen viel weniger. Damit müssen die Menschen in den nächsten Jahrzehnten kämpfen.

Eine Spitze eines Eisbergs ragt aus dem Wasser.

Der Klimawandel hat für uns dramatische Folgen!

Durch das Schmelzen der Gletscher am Südpol und in Grönland entstehen unglaubliche Mengen Schmelzwasser. Dadurch kann der Meeresspiegel steigen und zahlreiche Küsten und Städte wären bedroht. Kleine Inselstaaten könnten im Meer versinken.

- Heftige und starke Regenfälle und die damit verbundene Überschwemmungen richten in einigen Regionen der Erde immer größere Schäden in Städten und in der Landwirtschaft an.

- Wenn es in anderen Regionen weniger regnet, werden Böden unfruchtbar und Ernten gehen verloren. Wüsten würden sich ausdehnen und viele Millionen Menschen könnten gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen. Wo lebenswichtiges Wasser mangelt, versucht jeder, Zugang zu den wenigen vorhandenen Quellen zu bekommen. Da kann es leicht zu Streit um Wasser kommen, schlimmstenfalls sogar zu Krieg.

- Auch Tier- und Pflanzenarten müssen sich an die veränderten Lebensbedingungen anpassen, die der Klimawandel mit sich bringt. Wo es nicht regnet, können viele Pflanzenarten nicht wachsen. Wenn sie nicht wachsen, fehlen sie bestimmten Tierarten als Nahrung.

- Viele Tier- und Pflanzenarten können sich nicht oder nicht schnell genug an die veränderte Umwelt anpassen und drohen auszusterben. Auch dies gefährdet die Ernährung der Weltbevölkerung.

- Klimawandel kann auch krank machen. In wärmerem Klima können sich ansteckende Krankheiten leichter ausbreiten, befürchtet die Weltgesundheitsorganisation.

- Auch im Wasser kommt es durch den Klimawandel zu Veränderungen, die unsere Gesundheit bedrohen. Und zwar auch bei uns in Deutschland. Bei milden Wassertemperaturen gedeiht und blüht in der Ostsee und in Binnenseen die giftige Blaualge besonders gut. Kommen Menschen mit ihr in Berührung, kann dies zu Magen-Darm-Erkrankungen führen – unter Umständen sogar mit dauerhaften Schäden der Leber.

- In Deutschland könnten infolge des Klimawandels auch tropische Insekten überleben, die etwa im Laderaum von Flugzeugen aus ihren fernen Heimatgebieten zu uns einfliegen. Sie können gefährliche Krankheiten verbreiten, so etwa die asiatische Tigermücke, die ein Fieber überträgt.

Die zunehmende Hitze und alle anderen Folgen des Klimawandels gefährden das Leben und die Lebensräume von Menschen, Tiere und Pflanzen. Ganz schön schlechte Aussichten also, wenn es nicht gelingt, den Klimawandel zu stoppen. Wie kann man ein so gewaltiges Problem in den Griff bekommen? Zunächst einmal wie jedes kleine Problem auch: Man muss zuerst die Ursachen des Problems kennen. Und dann diese Ursachen abstellen. Oder zumindest verringern.

Barbara Hendricks zum Thema Klimaschutz:

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