Sicherheit von Kernkraftwerken

  • Aufsichtsbehörden kontrollieren die Sicherheit

Planen, vorhersehen und lernen

Um die Kernkraftwerke möglichst sicher zu machen, hat man schon beim Bau der Anlagen versucht, alle möglichen Gefahren vorab zu bedenken. Dazu hat man überlegt, welche Situationen passieren und die Sicherheit des Kernkraftwerks gefährden könnten. Diese Situationen hat man "Störfälle" genannt und genau beschrieben.

Kernkraftwerk, im Vordergrund ein Mann mit Helm und einem Plan in den Händen.

Zwei, drei oder vier "Ersatzteile"

Dann hat man die Kernkraftwerke so gebaut, dass sie – auch wenn einer dieser Störfälle eintritt – immer noch sicher abgeschaltet werden können, also keine Gefährdung für die Menschen besteht. Das schafft man zum Beispiel, indem man für wichtige Aufgaben nicht nur ein technisches Gerät bereithält, sondern gleich zwei, drei oder sogar vier. Wenn dann einmal eine wichtige Pumpe ausfällt, hat das keine Folgen, weil sofort eine andere "einspringt".

Die Bauteile in einem Kernkraftwerk werden mit großer Sorgfalt hergestellt. Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass in einem der Kühlwasserrohre doch einmal ein Leck auftritt. Für diesen Fall musste von den Betreibern der Kernkraftwerke bereits vor Baubeginn gezeigt werden, dass es aufgrund der dafür immer bereitstehenden Sicherheitssysteme (z. B. Pumpen) trotzdem nicht zu einem Unfall im Kernkraftwerk kommt. Diese sogenannten "Störfallnachweise" haben dazu geführt, dass jedes deutsche Kernkraftwerk eine große Anzahl von Maßnahmen gegen Störfälle besitzt, auch wenn diese Störfälle vielleicht nie auftreten.

Kernkraftwerke werden schon seit vielen Jahren in Deutschland und in der ganzen Welt betrieben. Trotzdem sind immer wieder Situationen eingetreten, an die man genau so vorher nicht gedacht hatte. In Fukushima waren z. B. das Erdbeben und die nachfolgende Flutwelle stärker, als man es für die Schutzmaßnahmen der Anlage angenommen hatte. Deshalb waren die Schutzmaßnahmen nicht ausreichend. So konnte ein verheerender Unfall dort letztlich nicht verhindert werden. Wenn so etwas passiert ist, muss man für die deutschen Kernkraftwerke aus diesen Situationen lernen und sie auch gegen die neu erkannten Gefahren absichern. So soll die Sicherheit der Anlagen ständig weiter verbessert werden.

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