Ostsee-Anrainer

  • Gemeinsame Ostsee, gemeinsamer Schutz

Neun mit einem Plan

An ein Meer grenzen viele Staaten. Und jeder dieser sogenannten "Anrainerstaaten" leitet über die Flüsse Nähr- und Schadstoffe ins Meer. Der eine mehr, der andere weniger. Davor muss das Meer geschützt werden. Ein gemeinsamer Plan muss her, um zu verhindern, dass Gifte ins Meer gelangen.

Solch einen Plan gibt es beispielsweise für die Ostsee. Das Umweltministerium hat maßgeblich beim Abschluss des Ostsee-Aktionsplans mitgewirkt. Weißt du eigentlich, welche Länder alles an die Ostsee grenzen? Na, die Frage könnten auch viele Erwachsene nicht gleich beantworten. Es sind neun Staaten. Russland (mit Kaliningrad), Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland, Dänemark und Schweden. Alle diese Anrainer verpflichten sich gemeinsam mit der Europäischen Union als Vertragspartner im Ostsee-Aktionsplan, die natürliche Meeresumwelt der Ostsee zu bewahren. Und dort, wo sie bereits geschädigt worden ist, soll sie wieder hergestellt werden.

Kegelrobbe am Strand von Helgoland.

Der Aktionsplan kümmert sich um vier wichtige Punkte des Ökosystems Ostsee:

  • die Nährstoffeinträge aus Landwirtschaft, das Abwasser und Waschmittel,
  • Fragen der Biodiversität, wobei auch die Fischerei betrachtet wird
  • gefährliche Stoffe und
  • maritime (das bedeutet meeresbezogen) Aktivitäten, unter anderem die Schifffahrt

Ein genauer Katalog benennt Maßnahmen, Verantwortliche und genaue Zeitspannen. Das ist genau so, als würdest du ein Gruppenreferat planen. Mit dieser Übersicht soll festgehalten werden, wer welche Aufgaben bis wann erledigen muss. Und in diesem Falle geht es um Aufgaben, die zur Verbesserung der Gewässerqualität und zur Stärkung der Artenvielfalt der Ostsee übernommen werden müssen.

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