Maßnahmen zum Schutz von Böden

  • Schutz unserer Böden ist lebensnotwendig

Aktivitäten der Bundesregierung

Das Ziel der Bundesregierung ist es, die Nutzung der Böden durch die Land- und Forstwirtschaft nachhaltig zu gestalten. Nachhaltig bedeutet, dass wir sorgsam und nicht verschwenderisch mit unserem Boden umgehen müssen und die bereits genutzten Flächen so behandeln, dass sie auch späteren Generationen noch zur Verfügung stehen. Und möglichst viele Flächen sollten als natürliche Böden mit all ihren Funktionen erhalten bleiben. Deshalb engagiert sich Deutschland national und international für den Bodenschutz.

Das Bundesumweltministerium schafft rechtliche Grundlagen – Regeln und Gesetze also – damit natürliche Funktionen der Böden nachhaltig gesichert und wiederhergestellt werden.
Damit werden verschiedene Ziel verfolgt: 

  • Böden mit Verschmutzung durch umweltschädliche Stoffe und Abfälle alter Industrieunternehmen sollen aufgespürt, untersucht und wieder repariert werden.
  • Bis zum Jahr 2020 soll nur noch halb so viel natürliche Bodenfläche für Siedlungen und Verkehr verbraucht werden wie derzeit
  • Die schädlichen Einwirkungen des Klimawandels auf den Boden, wie zum Beispiel das Abtragen von Deckschichten durch immer stärkere Winde und Niederschläge, sollen verringert und der Reichtum an organischer Bodensubstanz erhalten bleiben.

Gesetze haben oft etwas sperrige Namen, die sich nicht leicht merken lassen. Den Namen von Gesetzen musst du jdir auch nicht unbedingt merken, aber es ist sicherlich nicht verkehrt zu wissen, dass es ein Gesetz extra für die Böden gibt. Bereits seit Ende der 1990er-Jahre gibt es das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) und auch eine Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV). Diese rechtlichen Grundlagen werden regelmäßig überarbeitet und aktualisiert und sollen den Schutz der Böden auch rechtlich gewährleisten. Kurz gesagt, hierzulande ist der Boden vom Gesetz geschützt.

Die Bundesregierung engagiert sich aber auch in zahlreichen internationalen Abkommen dafür, dass Bodenschädigungen auf der ganzen Welt reduziert werden und hilft in vielen Projekten, indem sie ihre Erfahrungen anderen zur Verfügung stellt.

Grasboden im Querschnitt.

Jeder kann etwas tun

Es müssen aber nicht immer Vorschriften und Gesetze sein. Tatsächlich kannst auch du, kann jede und jeder, einen kleinen Beitrag zum Bodenschutz leisten. So muss die Wiese im eigenen Garten nicht unbedingt zum perfekten Rasen werden. Und bei aller Sorge um die Lieblingsblumen, dem sogenannten “Unkraut“ sollte man keinesfalls mit der chemischen Keule, also Pflanzenschutzmitteln zu Leibe rücken. Krautpflanzen im Rasen sichern vielmehr besondere Lebensräume für viele kleine Lebewesen.

Nach Möglichkeit sollten auch nur wenige, am besten keine Flächen auf dem Grundstück betoniert werden, vielleicht kannst du deine Eltern von einer anderen Idee überzeugen. Und – richtig wichtig – selbstverständlich dürfen keine gefährlichen Abfälle in freier Natur abgelagert werden. Schadstoffe daraus könnten in den Boden gelangen und ihn für uns und andere unbrauchbar machen.

Wissen in Zahlen

46 Regenwurmarten

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Sie fressen sich durch die Erde, leben in engen Röhren und Gängen und tragen erheblich zur Bodenqualität bei.
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Boden - Speicher und Schutzreservat