Tag des Waldes

Blick in das satte Grün der verschiedenen Stockwerke eines Regenwaldes.

Etwa 20 Millionen Hektar Wald werden jährlich durch den Menschen vernichtet. Das sind 53 Fußballfelder! Um auf diese gewaltige Schädigung und Zerstörung von Waldflächen, die fast überall auf der Erde stattfindet, hinzuweisen, hat die Welternährungsorganisation FAO den 21. März zum "Internationalen Tag des Waldes" ausgerufen. In diesem Jahr macht die deutsche Forstwirtschaft unter dem Motto "Unser Wald tut dir gut!" bundesweit mit zahlreichen Aktionen, wie Rangertouren oder einer Waldwerkstatt, auf diesen Tag aufmerksam.

Wälder sind weltweit bedroht

Papier, Möbel, Spielzeug – viele Dinge werden aus dem Holz der Bäume hergestellt. Die Holzindustrie benötigt große Mengen Holz, um der Nachfrage des Menschen gerecht zu werden. Gleichzeitig werden immer mehr Flächen auf der Welt für die Landwirtschaft benötigt. Denn mit der wachsenden Anzahl von Menschen, wächst auch der Bedarf an Nahrungsmitteln. Wo zuvor riesige Waldflächen waren, sind heute nur noch Ackerflächen, Viehweiden oder Plantagen zu finden. In zahlreichen Ländern werde dafür die ursprünglichen Wälder illegal durch Feuer oder Abholzung gerodet. Die oft sehr große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten geht verloren und stattdessen wachsen auf den Flächen sogenannte Monokulturen. Das heißt dort wächst nur noch eine Art von Nutzpflanzen wie z. B. Soja oder Palmöl.

Wald hilft Klima und Umwelt

Bäume produzieren große Mengen Sauerstoff und sie speichern sehr viel Süßwasser und Kohlenstoff. Werden die Bäume verbrannt, entsteht aus dem Kohlenstoff mit dem Luftsauerstoff das klimaschädliche Gas Kohlendioxid. Verschwinden die Wälder, schreitet deshalb der Klimawandel schneller voran. Außerdem fehlen sie uns als wichtige Wasserspeicher und als Lungen des Planeten. Fast 4 Milliarden Hektar Wald gibt es noch auf der Erde, mehr als hundertmal die Fläche von Deutschland. Die größte Fläche Wald von allen Ländern weltweit hat Russland, Brasilien folgt an zweiter Stelle. Die Wälder der Erde beherbergen unzählige Tier- und Pflanzenarten. Schon jetzt sind zahlreiche Arten ausgestorben, weil ihnen der Lebensraum oder bestimmte Nahrungsgrundlagen fehlen.

 

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