Tag der Ozonschicht

1994 wurde von den Vereinten Nationen der 16. September offiziell zum „Internationalen Tag zum Schutz der Ozonschicht“ ernannt. Der Tag wurde nicht einfach so festgelegt, denn am 16. September 1987 wurde das Montrealer Protokoll über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, unterzeichnet. Das Protokoll wird also dieses Jahr 30 Jahre alt und von allen 197 Staaten der Vereinten Nationen anerkannt. Dies ist ein großer Erfolg für den Schutz des Lebens auf unserer Erde!

Weiße Schäfchenwolken auf blauem Himmel.

Ozon ist eines der vielen Gase, das in der Atmosphäre der Erde vorkommt. In einer Höhe von 15 bis 30 Kilometern, der sogenannten Stratosphäre, bildet es die Ozonschicht. Diese Schicht verhindert das ungehinderte Auftreffen der schädlichen UV-Strahlen der Sonne und ist deshalb wichtig für alles Leben auf der Erde. Würde es die Ozonschicht nicht geben, käme es vor allem zu mehr Hautkrankheiten aber auch zu Veränderungen des Klimas und zu Ernteausfällen.

In den 1970er Jahren zeigten Laborversuche, dass bestimmte chemische Substanzen die Ozonschicht schädigen könnten. 1985 wurde dann erstmals ein "Ozonloch" in der Ozonschicht über der Antarktis entdeckt. Seit dieser Zeit hören wir im Herbst immer wieder Meldungen über Löcher über der Antarktis. Inzwischen wird Ähnliches auch über der Arktis, auf der nördlichen Halbkugel beobachtet. Doch wie konnte dieses Loch überhaupt entstehen?

Die Ursache ist eine Gruppe besonders stabiler chemischer Substanzen: FCKW und ähnliche chemische Verbindungen konnten bis zur Ozonschicht aufsteigen und dort unter bestimmten Bedingungen ihre zerstörerische Wirkung entfalten. Verwendet wurden diese Substanzen früher häufig als Treibmittel in Spraydosen, zum Aufschäumen von Schaum- und Dämmstoffen, als Kältemittel in Klimaanlagen und Kühlschränken, als Reinigungs- und Lösemittel und Löschmittel. Erst als der Zusammenhang zwischen dem Verlust der Ozonschicht und den schädlichen Gasen festgestellt wurde, konnte die Weltgemeinschaft darauf reagieren. Im Montrealer Protokoll wurde vereinbart, diese ozonschichtschädigenden Gase künftig nicht mehr herzustellen. Mittlerweile ist die Verwendung dieser Stoffe um 99 Prozent zurückgegangen. Forscherinnen und Forscher rechnen damit, dass sich bis Mitte dieses Jahrhunderts die Ozonschicht wieder erholt hat.

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