Städte, Gemeinden und Dörfer

Lebenswerte Städte und Gemeinden

Städte und Gemeinden tun viel dafür, dass sie auch in Zukunft noch lebenswert sind. Doch was heißt eigentlich "lebenswert"? Du möchtest vielleicht in einigen Jahren gern in eine Wohnung ziehen, die mit Sonnenenergie beheizt wird. Oder du möchtest vielleicht mit dem Elektroauto ins Kino fahren. Junge und ältere Bewohner sollen sich sicher fühlen. Es muss ausreichend Wohnungen geben und moderne Verkehrsmittel, die das Klima schonen. Erfüllt eine Stadt oder Gemeinde viele dieser Punkte, wird sie als "lebenswert" bezeichnet.

Unten eine grüne Rasenfläche. Oben blauer Himmel mit Schäfchenwolken. Dazwischen die Skyline einer Stadt mit hohen Häusern.

Initiative "Nationale Stadtentwicklungspolitik" der Bundesregierung

Städte und Gemeinden müssen heute schon etwas dafür tun, dass die Menschen auch in vielen Jahren noch gern in ihnen leben. Damit das gelingt müssen einige Probleme gelöst werden. Sorgen bereiten den Städten und Gemeinden zurzeit vor allem folgende Herausforderungen:

Die Menschen werden immer älter

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In unseren Städten und Gemeinden gibt es immer mehr ältere Menschen und weniger jüngere. Das liegt zum einen daran, dass immer weniger Kinder geboren werden und zum anderen daran, dass die Menschen durch den Wohlstand und eine gute medizinische Versorgung immer älter werden. Diese Änderung der Bevölkerung wird auch als Überalterung oder Demographischer Wandel bezeichnet.

Wir leben alle zusammen

© Thinkstock/gemena communication

Einige Gruppen von Menschen sind aus den verschiedensten Gründen bisher von der Gesellschaft mehr oder weniger ausgeschlossen. Zum Beispiel weil sie eine andere Sprache sprechen, an eine andere Religion glauben oder keine Arbeit finden können.

Wohnraum

© Rainer Kaelcke/Wikimedia, CC-BY-SA-3.0
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An manchen Orten wollen viele Menschen leben. Dort gibt es dann zu wenige günstige Wohnungen. Die hohe Nachfrage nach Wohnraum treibt die Mietpreise in die Höhe. Dann können sich nur noch Menschen die viel Geld verdienen eine Wohnung leisten. Das verändert ganze Stadtteile, weil Menschen mit durchschnittlichem oder geringem Einkommen wegziehen müssen.

Verkehr

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Vor allem in Städten ist die Luft durch Abgase von Autos verschmutzt. Alte Autos und Dieselfahrzeuge verursachen besonders viele Schadstoffe. Auf den Straßen fahren zu viele Autos und der Lärm ist oft zu hoch. Es gibt viele Unfälle und die Umwelt leidet.

Problemlösungen

Zur Lösung der Probleme hat die Bundesregierung zusammen mit den Bundesländern, Städten und Gemeinden die Initiative "Nationale Stadtentwicklungspolitik" ins Leben gerufen. Gemeinsam will man folgende Ziele erreichen:

Gutes Zusammenleben möglich machen

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Barrieren zwischen unterschiedlichen Kulturen sollen abgebaut und schwächere sowie ärmere Menschen geschützt werden. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen die gleichen Chancen bekommen, möglichst viel aus ihrem Leben zu machen. Wichtig sind gute Verkehrswege, Angebote für junge und alte Menschen sowie Orte, an denen man sich treffen und zusammen mit fremden Leuten etwas erleben kann.

Gebäude verbessern

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Gebäude sollen so umgebaut oder neu gebaut werden, dass sie Energie sparen oder vielleicht sogar selbst erzeugen. Wenn Häuser gut gedämmt sind, gelangt kaum Wärme nach außen. Das spart eine Menge Energie. Außerdem können Gebäude auch selber Strom erzeugen. Sogenannte Plusenergiehäuser stellen sogar mehr Strom her als sie verbrauchen.

Energie sparen oder selber erzeugen

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Strom und Wärme kann auf unterschiedliche Weise erzeugt werden. In Deutschland wird die meiste Energie aus Braun- und Steinkohle gewonnen. Zurzeit laufen auch noch Atomkraftwerke. Es wurde aber beschlossen, dass diese bis zum Jahr 2022 alle abgeschaltet werden. An guten Standorten sollen neue Systeme zur Energieversorgung gebaut werden. Dazu zählen vor allem Windräder und Solaranlagen. Mit Solaranlagen auf Häusern können die Bewohner warmes Wasser oder Strom erzeugen.

Umweltfreundliche Verkehrsmittel

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Es soll ein Nebeneinander von Fußgängern, Fahrradverkehr, öffentlichem Personenverkehr und Autoverkehr geben. Dazu gehört auch die Entwicklung neuer Angebotsformen wie Leihfahrräder, Leihautos oder Einsatz von Elektroautos. Elektroautos haben keinen Auspuff und blasen keine Abgase in die Luft. Sie haben eine Batterie und fahren mit Strom.

Das BMUB koordiniert die Umsetzung, unterstützt alle Partner, Städte und Gemeinden und kontrolliert, ob die gesetzten Ziele erreicht werden. 

Meldung

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