Woche der Abfallvermeidung

  • Gemeinsam Abfall vermeiden und das Klima schonen

Das kommt nicht in die Tonne!

Wusstest du schon, dass jeder Mensch in Deutschland im Durchschnitt täglich 1,7 Kilogramm Abfall produziert? Auf das Jahr gerechnet kommt mit ungefähr 617 Kilogramm so das Gewicht eines kleinen Pferdes zusammen. Im Jahr 2014 ergab dies laut einer Berechnung für alle Menschen in Deutschland insgesamt 36 Millionen Tonnen Abfall. Stell dir vor: Um diese Menge an Müll zu transportieren bräuchte man fast 1 Million große Lastwagen. Dass diese Menge an Abfall die Umwelt belastet, ist selbstverständlich. Denn die Beseitigung und Verarbeitung des Abfalls verbraucht sehr viel Energie und kostbare Rohstoffe. Was mit dem Abfall passiert, kannst du dir hier anschauen.

Um die Menge an entstehendem Abfall zu verringern, muss daher möglichst früh angesetzt werden. Ideal ist es natürlich, wenn garnicht erst so viel Abfall entsteht. Abfallvermeidung stellt die erste Stufe in der sogenannten Abfallpyramide dar. Mehr Informationen zur Abfallpyramide findest du hier.

Aber wie können wir möglichst viel Abfall vermeiden? Hier bist auch du gefragt, denn zur Abfallvermeidung kann jeder im Alltag etwas beitragen. Um möglichst viele Menschen zum Mitmachen zu animieren, findet vom 19. bis zum 27. November in ganz Europa die Woche der Abfallvermeidung mit vielen Aktionen statt.

Zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung findest du unten nützliche Tipps, wie du im Alltag Abfall vermeiden kannst. Mach mit, es ist ganz leicht!

9 Tipps zur Abfallvermeidung im Alltag

Tipp 1: Einwegflaschen? Nein, danke!

Viel trinken ist wichtig für unsere Gesundheit, das sollte jeder wissen. Woraus wir trinken ist dabei allerdings auch wichtig. Generell gilt: Kaufe lieber Mehrwegflaschen statt Einwegflaschen. Denn Flaschen mit der Kennzeichnung "Mehrweg" können bis zu 50 Mal wieder befüllt werden und schonen somit die Umwelt. Aber Achtung: Mehrwegflaschen erkennst du nicht daran, dass du Pfand bezahlen musst. Denn seit 2003 sind auch Einwegflaschen pfandpflichtig.


Tipp 2: Abfallfrei durch die Pause

Wenn die Schulklingel ertönt, kramen alle hungrig nach ihrem Pausenbrot. Abfall durch Alufolie? Nichts da – wenn du eine Brotdose verwendest, bleibt deine Zwischenmahlzeit nicht nur länger frisch und appetitlich. Auch die Umwelt profitiert davon. Denn bei der Herstellung von Alufolie wird der knappe Rohstoff Aluminium und zudem sehr viel Energie verbraucht. Wenn du darauf verzichtest, schmeckt es doch gleich viel besser!


Tipp 3: Aufladen statt Ausgaben

Ob Kamera, Radio oder Taschenlampe – für viele Dinge werden Batterien benötigt. Auch in diesem Bereich kannst du Abfall vermeiden, indem du auf wiederaufladbare Batterien zurückgreifst. Mit einem Ladegerät kannst du die Akkus wieder aufladen und erzeugst dadurch weniger Abfall. Noch besser: Kann das Gerät auch über Strom betrieben werden, ersparst du dir den Einsatz von Batterien oder Akkus komplett. 


Tipp 4: Besseresser statt Verschwender

Da ist noch so viel Essen übrig – zum Wegschmeißen ist das doch zu schade! Abfall kannst du bereits beim Einkaufen und Zubereiten von Essen vermeiden. Auch wenn du großen Hunger hast, solltest du darauf achten nicht mehr zu kochen als gegessen werden kann. Denn weggeworfene Lebensmittel haben einen hohen Anteil an der Entstehung von CO2-Emissionen in Deutschland. Dadurch wird das Klima noch zusätzlich belastet. Sollte dennoch etwas übrig bleiben, kannst du es für später aufheben. Oder vielleicht hat ja jemand den du kennst auch Hunger? Gemeinsam essen schmeckt sowieso viel besser!


Tipp 5: Unverpackt eingepackt

Eingepackt in Plastik oder Kunststoffschalen? Das muss nicht sein! Viele Lebensmittel lassen sich auch sehr gut in jedem Supermarkt unverpackt oder lose einkaufen. Zum Beispiel Obst oder Gemüse. Aber auch Waren wie Wurst und Käse kannst du ohne lästige Plastikverpackungen in vielen Märkten an den Frischetheken erhalten. Mittlerweile gibt es sogar einige Läden in Deutschland, in denen komplett auf Verpackungen verzichtet wird.


Tipp 6: Statt Mülltonnen lieber leere Packungen füllen

Dein Shampoo ist schon wieder leer? Deine Tintenpatrone gibt den Geist auf? Kein Problem, füll doch einfach nach! Viele Produkte gibt es in praktischen Nachfüll- oder Vorratspackungen, die weniger Abfall produzieren. Zusätzlich kannst du dabei in den meisten Fällen sogar Geld sparen und neben der Umwelt auch deinen Geldbeutel schonen. 


Tipp 7: Das kommt mir nicht in die Plastiktüte

Plastiktüten bekommt man fast überall, meist sogar geschenkt. Dabei werden sie oft nur kurz gebraucht und dann achtlos weggeschmissen. Plastiktüten verursachen aber in vielen Teilen der Welt große Umweltprobleme. Dabei kann sehr gut auf sie verzichtet werden: Ein Stoffbeutel oder ein Korb beim Einkaufen ist oftmals stabiler und sieht dazu noch schöner aus. Speziell für den Transport von Brot und Brötchen kannst du waschbare Stoffbeutel verwenden.


Tipp 8: Weniger ist manchmal mehr

Papier, Papier und nochmals Papier! Manchmal lässt sich der Tisch vor lauter Blättern und Zetteln nicht mehr sehen. Da stellt sich die Frage: Ist das wirklich notwendig? Denn die Papierproduktion belastet unsere Umwelt durch den hohen Verbrauch an Holz, Wasser und Energie. Zusätzlich können bei der Herstellung gefährliche Chemikalien in die Gewässer gelangen. Die Alternative: Der bewusste Einsatz von umweltschonendem Recyclingpapier. Oft lassen sich aber auch alte Blätter als Schmierzettel wiederverwerten. So behältst du den Überblick auf deinem Schreibtisch und hilfst Abfall zu vermeiden.


Tipp 9: Erschaffe Neues aus Altem

Das kann doch in den Müll – oder doch nicht? Schau lieber zweimal hin. Aus vielen Dingen, die meist im Müll landen, kannst du noch etwas Dekoratives ober Nützliches herstellen. "Upcycling" nennt sich dieses Prinzip. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Stofftasche aus einer alten Jeanshose? Oder einer Geldbörse aus alten Milchpackungen? Deiner Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt!

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