Tiere

Jede dritte heimische Art gefährdet

Ist schon die Zahl der verschiedenen Pflanzenarten kaum überschaubar, übertrifft die Zahl der bei uns heimischen Tierarten die der Pflanzen noch deutlich.  In Deutschland gibt es noch etwa 48.000 freilebende Tierarten. Auch wenn dir das viel erscheinen mag – die Zahl der Arten geht auch in Deutschland zurück. Sogar hier gibt es längst eine Rote Liste. Und diese zeigt: Ungefähr jede dritte einheimische Tierart ist in ihrem Bestand gefährdet. Braunbären, Wisente oder Wildpferde sind nur drei von zahlreichen Tierarten, die hierzulande schon vor langer Zeit ausgerottet wurden. Vor allem durch die Jagd.

Es gibt aber sehr viele Ursachen dafür, dass Tierarten auf der Erde verschwinden. Und deshalb gibt es auch nicht eine einzige Lösung, die hilft, all diese Ursachen zu beseitigen. Damit Arten überleben, ist vor allem eines wichtig: Die natürlichen Lebensräume der Tiere müssen erhalten bleiben. Also zum Beispiel Wälder, Moore, Steppen, Seen. Oder auch das Eis am Nordpol für den Eisbären. Nur dann finden Tiere ausreichend Nahrung und geschützte Rückzugsorte, an denen sie ihre Jungen aufziehen können.

Ein Dachs schüttelt sich das Wasser aus dem Fell.

Noch heute werden in Europa Tierarten gejagt, gefangen und zum Teil getötet. Singvögel, Greifvögel und Zugvögel. Selbst wenn sie nicht getötet werden - indem der Mensch sie fängt und ihnen ihren natürlichen Lebensraum nimmt, gefährdet er das Überleben dieser Arten. Davor müssen diese Tiere geschützt werden. Ebenso muss dafür Sorge getragen werden, dass es ausreichend große Flächen gibt, in denen Vögel - auch während der Zugzeiten - Nahrung finden und brüten können. Ein effizienter Schutz gefährdeter Vogelarten erfordert besonders geschützte Gebiete. Die Ausweisung solcher Gebiete und darüber hinausgehende Schutzmaßahmen will die Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union (EU) erreichen. Ähnlich wie ein Gesetz verpflichtet sie alle EU-Mitgliedstaaten, die europäischen Vogelarten zu schützen.

Klima- und Naturschutz tragen wesentlich dazu bei, natürliche Lebensräume zu erhalten. Aber auch der Schutz von Binnengewässern und der Meeresumwelt spielt eine wichtige Rolle. Um Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu schützen, kann die Politik Gesetze machen. Daneben kann aber auch jeder einzelne einen Beitrag leisten.

Meldung

Doppelter Nachwuchs im Saarland

Am 7. Mai 2016 brachte Schneeleopardin Luisa die Zwillingsgeschwister Anusha und Ashkar auf die Welt. Seitdem sind die beiden jungen Schneeleoparden der ganze Stolz des Neunkircher Zoos im Saarland. Mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks haben sie zudem eine stolze Patentante gefunden. Bist du neugierig? Über eine Webcam kannst du die beiden live beobachten!

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